Vortrag: Fluchthilfe im geteilten Berlin

Zeitzeugenvortrag von Klaus-Michael von Keussler – mit musikalischer Umrahmung von Maike Heisel und Michael Erhard
Klaus-Michael von Keussler ist leidenschaftlicher Jazzliebhaber und engagiertes Mitglied im Darmstädter Jazzclub. Herr von Keussler entstammt einer deutschbaltischen Adels- und Pastorenfamilie. In den 1960er-Jahren studierte er Rechtswissenschaften an den Universitäten Hamburg und Berlin (Freie Universität). Während dieser Zeit beteiligte er sich aktiv an Fluchthilfemaßnahmen, insbesondere am Bau mehrerer Fluchttunnel zwischen Ost- und West-Berlin.
Als Jahrzehnte später am 9. November 1989 die Berliner Mauer fiel, war Herr von Keussler als Mitarbeiter der Vereinten Nationen in Äthiopien tätig. Die juristische Vereinigung der beiden deutschen Staaten hat er am 3. Oktober 1990 in der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York miterlebt.
In seinem reich bebilderten Zeitzeugenvortrag berichtet Klaus-Michael von Keussler eindrucksvoll über die Gefahren und Risiken der Fluchthilfe, unter anderen auch über die tragischen Ereignisse rund um den sogenannten Tunnel 57, bei denen in der Nacht zum 5. Oktober 1964 der DDR- Grenzsoldat Egon Schultz aus Rostock bei einem Schusswechsel ums Leben kam.
Musikalisch umrahmt wird der Zeitzeugenvortrag von Maike Heisel, der „Grande Dame“ des Jazzgesangs in Darmstadt. Am Klavier begleitet sie Michael Erhard, der vielen Musikfreunden aus seiner langjährigen Tätigkeit am Staatstheater Darmstadt bekannt ist.
